Hotel Tyrol Dolomites Slow Living – Zeit für Urlaub
Sternenhimmel statt Flutlicht, Almwiese statt Parkplatz, Stille statt Après-Ski. Im Hotel Tyrol Dolomites Slow Living im Villnösstal machen Birgit Senoner und Michael Eisendle Urlaub zu dem, was er einmal war: Zeit für Natur, für gutes Essen und füreinander. Das Hotel mit einem der großartigsten Ausblicke Südtirols ist Slow Food Partner, baut auf Holz und hat ein Herz für Schafe mit Brille.
Wer im Hotel Tyrol Dolomites Slow Living in St. Magdalena Villnöss aus dem Fenster blickt, schaut auf ein Panorama, das jedes Kunstwerk alt aussehen lässt. Wie eine steinerne Kathedrale ragt die Geislergruppe (italienisch Gran Odla) in den Himmel. „Odles“, das ist ladinisch für Nadeln und beschreibt die charakteristischen Felsnadeln, die sich hier vor deinem Balkon in den Himmel bohren.
Kunstwerke begegnen dir auch im Inneren des Hauses, das das Ehepaar 2017 mit einem modernen Holzbau erweitert hat: die Grafiken und Skulpturen des Bildhauers Oswald Senoner, Birgits Vater. Er hat das Hotel in den 70er Jahren am Sonnenhang über Villnöss gebaut. Heute führen Birgit und ihr Mann Michael das Hotel mit einer klaren Vision in die Zukunft: Slow Living. Mitten in den Dolomiten zwischen Insta-Hotspots und Skiarenen ungewöhnlich? Stimmt. Aber Birgit und Michael sehen das wie Konfuzius: Wenn du es eilig hast, gehe langsam.
Die Dolomiten sind eine Bühne für große Gefühle. Schroffe Gipfel, dramatisches Licht, Postkartenpanoramen. Während die Nachbartäler in den 70-ern den Skitourismus entdeckten, blieb das Villnösstal lange das, was es immer war: ein bäuerlich geprägtes Tal. Almwiesen, Heustadel, Bauernhöfe, eine kleine Kirche, die ob ihrer idyllischen Lage im Niemandsland seit einigen Jahren asiatische Tourist*innen auf „Europe in 4 Days“-Trips bezaubert.
Michael zeigt uns Postkarten und Fotos des beliebten Motivs: der Magdalenakirche. Auf einer rotstichigen Ansichtskarte breitet der Papst seine Arme über dem berühmten Gebirgszug aus. „Am größten Flughafen der Welt, in Singapur, hängt ein ‚Fly Europe‘-Werbeplakat mit unserem Bergpanorama, das Flugzeug, das drüber fliegt, ist hinein retouchiert.“ Was das für die Region bedeutet? „Menschen kommen aus Florenz und fahren 400-Kilometer zu drei Fotostops: Prager Wildsee, unser Kircherl und die Drei Zinnen. An einem Tag!“
Birgit und Michael haben andere Vorstellungen von Urlaub und Reisen. „Vor einigen Jahren wollten viele Einheimische hier doch noch den Anschluss an das Skigebiet“, erzählt Birgit Senoner. „Da haben wir uns gefragt: Warum sollten wir etwas kopieren, das andere längst perfektioniert haben?“ Sie wählten den genau gegenteiligen Weg und fanden ihre Bestimmung: Slow Living.
Als die beiden 2011 den Betrieb von Birgits Eltern übernahmen, entschieden sie sich bewusst gegen einen radikalen Neubeginn. Das Hotel sollte weiterwachsen – aber nicht seine Geschichte verlieren. „Meine Eltern hatten bislang nur Sommerbetrieb, wir haben jetzt fast durchgehend geöffnet“, erzählt Birgit.
2014 erstellte das Ehepaar erstmals eine Gemeinwohlbilanz: „Das war unser Change Maker Moment. Da haben wir uns zum ersten Mal intensiv mit Themen wie Mitarbeiterführung, Materialien, Energie oder Müllmanagement beschäftigt“, erzählt Michael, der damals nächtelang über Papierkram saß. Die Gemeinwohlbilanz zeigt, wie verantwortungsvoll ein Unternehmen gegenüber Mensch, Umwelt und Gesellschaft handelt.
5 Sinne Check
kuscheliges Schaffell
frische Kiefernnadeln
Lammsalami
Glocken der Magdalenakirche
Geislerspitzen
Aus diesem Grund brachte der große Umbau, der 2017 folgte, nicht nur neue Zimmer, sondern vor allem eine neue Einstellung: „Wir bauen ökologisch! Ohne Beton, ohne Sondermüll, ohne Chemie.“ Beim reinen Holzbau war noch nicht Schluss: Selbst bei der Dämmung kamen nur natürliche Materialien zum Einsatz. Gleichzeitig versuchten Birgit und Michael, möglichst viel vom Bestehenden weiterzuverwenden, statt alles abzureißen. „Das Nachhaltigste ist oft das, was schon da ist“, sagen die beiden. Und wenn irgendwann wieder umgebaut wird, soll sich alles rückbauen und wiederverwenden lassen. „Das sind wir der nächsten Generation schuldig“, lacht Birgit und erzählt von ihren vier Kindern, die sie immer wieder ans enkeltaugliche Wirtschaften erinnern.
Im Schaukelstuhl kuschelst du dich auf ein Schaffell, dein Bett duftet nach Wald. Viele Materialien stammen aus unmittelbarer Umgebung: Lärchen- und Zirbenholz aus dem Sägewerk im Nachbarort, flauschige Wollteppiche, Naturstoffe wie Loden und Leinen aus einem italienischen Familienbetrieb, langlebige Möbel aus Massivholz. „Wo immer es möglich war, haben wir Bestehendes erhalten und weiterentwickelt“, erinnert sich Michael an Oma Paula, die aus alten Tischdecken noch Geschirrtücher nähte. „Slow Living heißt für uns auch: Dinge nicht vorschnell wegwerfen“, sagt Birgit. „Manchmal reicht es, etwas zu reparieren oder neu zu beziehen.“
Wenn du abends im Restaurant Platz nimmst und schon wieder verzückt ein Foto der Geislerspitzen an die Daheimgebliebenen schickst, beginnt deine kulinarische Reise durch das Villnösstal: mit einem Apfel Sprizz, den dir Nina, Birgits und Michaels Tochter, empfiehlt. Sie hilft während den Uni-Ferien ihren Eltern und weiß, was Bar und Küche an Schätzen bereithalten. Wie die Apfelspalte in deinem Drink kommt vieles aus unmittelbarer Umgebung: Gemüse aus dem Tal, Fleisch vom Villnösser Brillenschaf oder vom seltenen Grauen Geisler Rind. „Beides sind alte Nutztierrassen, die heute durch Initiativen wie Slow Food als Presidi geschützt werden“, erklärt Michael.
Das Hotel Tyrol Dolomites Slow Living ist ein change maker Hotel, weil...
In der ersten Slow Food Travel Destination Südtirols finden Birgit und Michael Bäuerinnen und Landwirte, die ihre Philosophie teilen. Die Küche folgt einer einfachen Regel: Regional vor global. Manchmal stehen sogar zwei vegetarische Hauptgerichte zur Auswahl. Dann musst du dich nur noch entscheiden: Hausgemachte Roggenschlutzkrapfen oder Risotto mit Villnösser Waldpilzen? Saiblingsfilet mit Apfel-Senfkörner-Vinaigrette oder Kartoffelblattln mit Vinschger Sauerkraut? Die Mischung aus Südtiroler Tradition und italienischer Leichtigkeit macht es dir Abend für Abend nicht leicht.
Ihre Visionen tragen Birgit und Michael gerne in die Welt. „Wir können als Hotel vorleben, dass man Nachhaltigkeit in alle Lebensbereiche integrieren kann.“ Birgit und Michael engagieren sich auch außerhalb ihres Hauses – etwa im Verein Furchetta Dolomites, der lokale Produkte und traditionelle Landwirtschaft im Tal fördert. Gemeinsam mit Produzent*innen und Slow-Food-Initiativen organisieren sie Märkte, Genusswanderungen und Veranstaltungen. „Es geht darum, dass Wertschöpfung im Tal bleibt“, erklärt Michael. „Nicht nur im Hotel.“ Bewusst verzichten die beiden daher auf die Dreiviertelpension. „Lieber schicken wir unsere Gäste auf die Hütten der umliegenden Almen.“
Mittags wird es deshalb ruhig im Hotel Tyrol. Viele Gäste sind wandern, Mountainbiken, im Winter auf den Pisten, Schneeschuhwandern oder Langlaufen. Du entscheidest dich heute für die Langsamkeit, also: rein in den Bademantel, in die Sauna, das Dampfbad, den Whirlpool. Oder einmal „Volltanken“ – so nennen Birgit und Michael eine von vielen Achtsamkeitsmassagen, mit denen du dir hier deine Me-Time versüßt. Das Latschenöl lockert angespannte Muskulatur, dein Kopf wird frei.
Langsam wandert die Sonne über die Gipfel der Geislergruppe. Wanderer kehren zurück, Kinder spielen im Garten. Vom Pool schallt fröhliches Gelächter, unterbrochen nur von Platsch-Geräuschen und einem „Psst-wir-wollen-hier-entspannen“ der Eltern, die mit Lektüre und sprudelnden Drinks die Nachmittagssonne genießen. „Den Pool gab es schon, als meine Eltern das Hotel noch führten“, meint Birgit. „Jedes Jahr ersetzen wir ein paar Fliesen, dann ist er wieder wie neu!“ Die Pläne für die Wellnessbereich-und Gartenumgestaltung liegen schon bereit. Aber auch hier ist die Devise: nur nicht hudeln, Schritt für Schritt.
Schritt für Schritt kommst auch du hier zu dir selbst – und höher hinauf: Der Naturpark Puez-Geisler, der zum Unesco-Weltnaturerbe gehört, beginnt praktisch vor der Haustür. Von St. Magdalena führen Wanderwege direkt hinauf zu Almen. Du wanderst durch Lärchenwälder und vorbei an Aussichtspunkten, die dich schon wieder nach dem Handy kramen lassen.
„Du bist hier sofort mitten in der Natur“, sagt Birgit Senoner. „Man braucht kein Auto, keine Seilbahn – nur ein Paar gute Schuhe.“ Michael Eisendle verrät uns einen Geheimtipp: die Wanderung auf die Kofelwiese. „Der Gipfel darüber ist nicht spektakulär hoch, aber die Aussicht ist unglaublich“, sagt er. „Oft ist man dort oben ganz allein.“ Genau solche Momente sind es, die zählen: Berge, Weite und das Gefühl, dass die Zeit ein wenig langsamer vergeht.
Vielleicht ist das der Kern dessen, was Slow Living bedeutet: Nicht weniger erleben. Sondern bewusster. Oder wie Birgit es sagt: „Urlaub heißt für uns nicht, möglichst viel abzuhaken. Sondern sich Zeit zu nehmen – für Natur, für Menschen und für das, was wirklich zählt.“ Während draußen die Dolomiten langsam im Dunst des Abendlichts verschwinden, versteht man, was sie meint – und entdeckt mit einem Apfel-Sprizz im Liegestuhl den Zauber der Langsamkeit.
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