Mit einem Artists-in-Residence-Programm holt das Designhotel in Saalbach Kunst, Stille und Heimatgefühl zugleich ins Haus. Das passt auch zum Herzensthema der Lindners: Echt-sein.
Das neue Herzensprojekt im Casual Design-Hotel Haus Jausern in Saalbach vereint Design, Nachhaltigkeit und regionale Verbundenheit: die Rede ist vom Artists-in-Residence-Programm. Den Auftakt für die Kooperation mit Künstler*innen macht der Pinzgauer Antonio Labuhar von ALab.Studio. Der Startschuss fiel auf Social Media: „Ich habe einfach auf seine Story geantwortet, weil mir seine Arbeiten so gut gefallen“, erzählt Gastgeberin Lilly Lindner.
Mit seinen dreidimensionalen Kunstwerken löst Antonio gleich zwei Herausforderungen des Hauses: „Erstens haben wir ein paar leere Wände, die neue Kunstwerke vertragen. Und zweitens haben wir mit dem Schall ein bisschen ein Thema. In dem Moment, wo er seine Kunst mit den Teppichen oder diese dreidimensionale Kunst aus Schafwolle macht, löst er beides.“
Artists-in-residence im Haus Jausern
Was daraus gewachsen ist, kann sich sehen lassen: Anfang März enthüllte Antonio bei der Vernissage ein maßgeschneidertes Kunstwerk – exakt an die Wand angepasst. Für beide Seiten ein Gewinn: Während die Gäste Kunst hautnah erleben und per QR-Code mehr erfahren können, kehrt Antonio, den es durchs Studium nach Wien verschlagen hat, mit diesem Projekt ein Stück weit zu den Wurzeln in seiner Heimat zurück.
Und das Beste: Dieser kreative Auftakt im Saalbacher Designhotel soll erst der Anfang sein. „Wir wollten schon immer ein Artists-in-Residence-Programm, aber jetzt ist die Zeit einfach reif dafür“, sagt Lilly.
Kunstwerke von Antonio Labuhar im Haus Jausern.
Deine echte Auszeit in Saalbach
„Echt sein“ heißt im Haus Jausern vor allem: ehrlich kommunizieren, sich auf Augenhöhe begegnen und nichts anbieten, hinter dem man nicht steht. „Echt sein ist unser Motto, weil sich für mich alles echt und gut anfühlen muss. Ich kann nichts verkaufen, hinter dem ich nicht stehe – selbst wenn es sich besser verkaufen ließe.“
Im Haus Jausern erwartet dich kein aufgesetzter, sondern ein sehr persönlicher Service. Du wirst geduzt, kommst schnell ins Gespräch und triffst auf ein Team, das sich mit dem Haus identifiziert. So entsteht eine unkomplizierte, persönliche Atmosphäre, die ohne Inszenierung auskommt. „Ich wohne auch mit meiner Familie im Haus und von daher ist für mich eine echte Verbindung besonders wichtig. Das merkst du schon, wenn du bei uns ankommst. Die Atmosphäre ist einfach entspannt und herzlich.“
Gemeinsam mit ihrem Partner hat Lilly ihre Zielgruppe ganz bewusst definiert: „Wir wollen junge Familien und Lifestyler ansprechen, die sich etwas gönnen wollen – aber ohne dieses Übertriebene.“ Der Vergleich mit der Marke Patagonia fällt dabei nicht zufällig. „Das ist hochwertig, durchdacht und mit Understatement.“
Das zweite Leben der Croissants
In der Küche im Haus Jausern wird möglichst alles verwertet – vom ganzen Tier bis zum letzten Croissant. Küchenchef Stefan arbeitet nach dem Nose-to-Tail-Prinzip. Auch beim Frühstück wird weitergedacht – das Ziel Zero Waste wurde schon fast erreicht: „Wir haben gar nichts Verpacktes mehr beim Frühstücksbuffet – abgesehen vom Nutella-Glasl.“
Und: Überschüsse landen nicht im Müll, sondern werden zu Aufstrichen oder neuen Gerichten verarbeitet. „Wenn beim Frühstück Blätterteiggebäck übrigbleibt, backen wir Kipferl daraus, und aus hart gekochten Eiern machen wir Eiaufstrich“, erzählt die Gastgeberin. „Wir versuchen auch, so viele Produzent*innen aus der Region, wie möglich, zu supporten – etwa die Pinzgau Milch oder eine Bio-Metzgerei aus der Umgebung.“
Der sorgsame Umgang mit Lebensmitteln zieht sich durch den gesamten Küchenalltag. Beim Abendmenü setzt das Team auf bewusst kalkulierte Portionen. Die Idee dahinter ist einfach: lieber nachservieren als wegwerfen. „Wir bringen jederzeit etwas nach – aber wir wollen nicht für alle zu viel auf den Teller legen und es dann entsorgen.“ Dass das manchmal erklärt werden muss, gehört dazu. Damit unsere Gäste satt und zufrieden vom Tisch aufstehen, fragen wir einfach nach: „Hat’s geschmeckt? War‘s genug? Dürfen wir noch etwas nachbringen?“
Grüne Rate: Mit dem Zug zum Aktivurlaub in Saalbach
Nicht nur im Winter, wenn dem Skisport gefrönt wird, entfaltet der Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn sein Potenzial. Auch im Sommer wartet direkt vor der Tür eines der vielseitigsten Bike- und Wandergebiete der Alpen. Dank der JokerCard, die automatisch im Zimmerpreis inkludiert ist, nutzt du die Bergbahnen kostenlos – ideal, um spontan den nächsten Gipfel mitzunehmen oder Touren entspannt zu verlängern.
Gleichzeitig wird dir die nachhaltige Anreise leicht gemacht: Öffis im ganzen Salzburger Land sind Teil der Mobility-Fee. Wenn du mit dem Zug kommst, wirst du mit dem E-Auto vom Bahnhof abgeholt und profitierst von einer speziellen Grünen Rate von zehn Prozent, indem du mindestens drei Nächte bleibst und auf die tägliche Zimmerreinigung verzichtest.
Das Wochenprogramm verbindet Bewegung und Ausgleich. Yoga mit Alina gehört fix dazu, genauso wie Breathwork-Sessions oder Kaltbaden. Dazu bietet das Haus Jausern tolle geführte Wanderungen. „Ein besonderes Erlebnis sind die Sonnenaufgangstouren mit Lakpa, unserem Sherpa aus Nepal. Je nach Gruppe und Konstitution geht es frühmorgens auf einen Gipfel – der perfekte Start in den Tag“, erzählt Lilly. Neu geplant sind für Sommer 2026 zudem Workshops mit Face Yoga, Pilates und Sound Bathing.
Was Fischfuttersäcke im Spa machen
Für Entspannung geht’s in den Spa. Ein Detail, das viele Gäste erst auf den zweiten Blick entdecken – und dann umso spannender finden: die Wellnesstaschen. Die bestehen nämlich aus recyceltem Material. Genauer gesagt aus alten Fischfuttersäcken, verarbeitet vom kleinen Label Refished aus Zell am See. „Meine Mama war eine der ersten Kundinnen und hatte die Tasche jahrelang – sie war unzerstörbar.“ Genau das hat überzeugt, denn im Spa-Bereich braucht es vor allem eines: robuste Begleiter, die Nässe aushalten.
Also hat Lilly die Designerin kurzerhand kontaktiert – und seit etwa fünf Jahren gehören die bunten Unikate zur Grundausstattung im Haus. Jede Tasche sieht anders aus, jede erzählt ihre eigene kleine Geschichte. „Kaputt gegangen ist noch keine – nur verschwunden“, sagt sie. „Aber sie werden auch gekauft.“ Neben dem Upcycling-Gedanken spielt für sie noch ein anderer Aspekt eine große Rolle: „Die Taschen werden ausschließlich von Frauen produziert – und diese werden fair bezahlt.“
Was bringt die Ski-WM für Saalbach?
Die FIS Alpine Ski Weltmeisterschaften 2025, die als Green Event ausgelegt war, hat Saalbach nachhaltig Rückenwind gegeben, das spürt man auch im Haus Jausern. „Für uns war das durchweg positiv“, erzählt die Gastgeberin. Von Organisation, Pistenpräparation, Locations bis zu Events. Die Aufmerksamkeit war groß. „Schon kurz danach sind die Anfragen gestiegen, Saalbach ist wieder stärker ins Bewusstsein gerückt“, sagt Lilly.
Auch infrastrukturell hat sich einiges getan. „Wir haben jetzt eine neue Brücke – vorher war das eine alte Holzbrücke, die ordentlich gescheppert hat.“ Heute führt eine moderne, zweispurige Betonbrücke zum Haus. „Danke Ski-WM!“
Kontakt &
Buchungsanfragen
Jausernweg 497
5753 Saalbach
Salzburg/Österreich
Haus Jausern
31 Zimmer und Suiten
ab 230 Euro pro Zimmer/Nacht, inkl. Frühstück
Fine-Dining-Restaurant
Grüne Rate – öffentlich anreisen, auf Zimmerreinigung verzichten und 10 % weniger fürs Zimmer zahlen
Schwimmteich vor dem Haus
mit Sonnenenergie beheizter Außenpool
Ski-in, Ski-out – das Auto macht Urlaub
Yoga- und Breathwork-Sessions