Weingut Zum Hirschen Jenesien
© Franziska Unterholzner

Zum Hirschen: Zwischen Lärchen, Kunst und Vernatsch

Hotelnews

Wenn du im Hotel & Gasthof Zum Hirschen in Jenesien ankommst, spürst du sofort: Hier läuft vieles anders. Zwischen Lärchenwäldern, Kunstprojekten, Reiterhof und Vernatsch aus dem eigenen Weinberg zeigen Petra und Maria Oberkofler als Sustainable Tourism Pioneer 360°, wie nachhaltiger Tourismus gelingen kann. 

Kathi Saurwein

Nachhaltigkeitspreis fürs Hotel & Gasthof Zum Hirschen

Beim Hotel Sustainability Award 2025 erhielt das Südtiroler Hotel & Gasthof Zum Hirschen für seinen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz den Titel Sustainable Tourism Pioneer 360°. In der neuen Kategorie werden kleine, familiengeführte Betriebe – wie der Hirschen – ausgezeichnet, die keine große Marketingabteilung oder Nachhaltigkeitsmanager*innen im Hintergrund haben, sondern vieles aus eigener Überzeugung und mit viel persönlichem Einsatz gemeinsam mit ihren Mitarbeiter*innen vorantreiben. 

Bei Petra und Maria Oberkofler im keinen Jenesien über Bozen wird Nachhaltigkeit wirklich gelebt: Etwa, wenn‘s ums Thema Ressourcen geht – wirf dafür einen Blick in den Garten. Ein Wassertank sammelt Regenwasser, das anschließend zum Gießen der Blumen verwendet wird. Gerade in Zeiten, in denen Wetterextreme zunehmen, setzen die Gastgeberinnen auf Vorsorge. Denn auch rund um Bozen, wo sich durch den Talkessel Hitze stauen kann und Regen oft rar ist, zeigt sich: Wer Wasser intelligent nutzt, schafft ein Gleichgewicht zwischen Natur, Garten und Gastbetrieb

Die Kraft der Lärche am Salten

Der Hirschenwirt liegt am Salten, wo dich zu jeder Jahreszeit ein Naturschauspiel in den Lärchenwäldern erwartet. „Selbst im Winter ist es dort wunderbar idyllisch. Du bist fernab von allem. Wenn du über den Salten spazierst, genießt du ein tolles Panorama, viel Sonne und ein unglaubliches Naturerlebnis. Die Lärchen sind wie Freunde; jede hat einen eigenen Charakter“, schwärmt Petra. Auch ihre Schwester Maria liebt Lärchen. „Sie haben so eine Kraft, vor allem im Frühling, wenn die kleinen rosaroten Blüten blühen.“  

Die Kraft der Lärche erfährst du im Hirschen in verschiedenen Facetten – sie hält sogar Einzug in die Küche. Wie wäre es mit einem Risotto mit Lärchenöl? Auch im Spa ist die Lärche der Star. „Das Lärchenöl wirkt sehr belebend, hat einen eigenen Geruch und eine besondere Wirkung für Massagen, Peelings und Bäder“, erzählt Petra. Fachfrau auf diesem Gebiet ist Elisabeth Unterhofer, die wohltuenden Öle für die eigene Naturkosmetik „La Ricina“ herstellt. Lärchenöl ist ein richtiger Alleskönner: Es pflegt die Haut, lockert die Muskulatur, wirkt entzündungshemmend und verströmt einen angenehmen Duft. Dazu noch einen Lärchentee und die Welt ist gut.   

Good to know: Deine Grüne Anreise wird belohnt! Wenn du mit Zug und Bus anreist – der Bus kurvt stündlich von Bozen hinauf nach Jenesien – erhältst du im Hirschen eine Gratis-Massage mit Lärchenöl zur Belohnung. 

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Lärchenfeld in Jenesien
© Franziska Unterholzner
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Naturkosmetik im Hotel Zum Hirschen
© Franziska Unterholzner

Wanderungen in Jenesien

Begeben wir uns auf Erkundungstour in die Natur rund um Jenesien. Wandern spielt in der Region das ganze Jahr über eine zentrale Rolle – vor allem, weil es hier so angenehm unkompliziert ist. Viele Wege führen durch ursprüngliche, wenig überlaufene Landschaften und ermöglichen entspannte Touren ohne große Höhenmeter. „Du hast die Dolomiten stets im Blick, zugleich ist Jenesien aber weniger anspruchsvoll als viele klassische Hochalpen-Destinationen“, weiß Maria. Es gibt passende Routen für Familien und Wanderwege, die du sogar mit dem Kinderwagen gut bewältigen kannst. Auch wenn du längere Strecken und abwechslungsreiche Touren suchst, wirst du fündig – etwa bei der Wanderung zu den „Stoanernen Mandln“, dem höchsten Punkt am Salten auf rund 2.000 Metern.  

Du schwingst dich lieber aufs Rad? Am Salten findest du viele ausgewiesene Wander- und Fahrradwege, aber da die Region fernab des großen Trubels liegt, teilen sich Wandernde und Biker*innen vielerorts die Wege – mit gegenseitiger Rücksicht und viel Raum für Naturerlebnisse

Hotel & Gasthof zum Hirschen – echte Weiberwirtschaft

Im Hotel & Gasthof Zum Hirschen spürst du sofort: Dieses Haus ist über Generationen gewachsen. Schon viele Jahrzehnte liegt die Wirtshaustradition hier stark in weiblicher Hand. Heute schreiben Petra und Maria Oberkofler mit ihrer ehrlichen, respektvollen Philosophie die Geschichte vom Unterwirt weiter: als Gasthof, in dem Ortsansässige und Hotelgäste an einem Tisch zusammenkommen.  

Gasthof zum Hirschen: vom Hof auf den Teller

Zur Stärkung geht’s in den Gasthof Zum Hirschen – der von den Dorfbewohner*innen liebevoll Unterwirt genannt wird und vom Gault&Millau mit zwei Hauben und vom Guide Michlin mit einem Bib Gourmand ausgezeichnet wurde. Der Gasthof ist bekannt für seine ehrliche, unverfälschte Küche. Du genießt hier bodenständige, traditionelle Gerichte – modern interpretiert und ganz ohne Geschmacksverstärker und Schnickschnack.   

Fleisch spielt dabei eine wichtige Rolle – vieles kommt direkt vom eigenen Hof, auch Besonderheiten wie Kaninchen oder Fohlen – und wird nose-to-tail verarbeitet, aus Respekt vor dem Tier und aus Überzeugung. So finden sich neben klassischen Edelstücken auch traditionelle Gerichte wie Ragout, Gulasch oder Spezialitäten wie Kalbskopf und Innereien auf der Karte. Die Oberkoflers setzen Impulse für eine bewusstere Ernährung. Donnerstags wird zum Green Dinner geladen.  

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© Franziska Unterholzner

Vernatsch vom eigenen Weinberg

In der Nähe des Hotels liegt der hauseigene Reiterhof der Familie – der heißt tatsächlich Unterwirt. Die Oberkofler besitzen aber auch einen eigenen Weinberg auf etwa 600 Metern Höhe zwischen Bozen und Jenesien – eine Lage, die ideal für den Weinbau ist, während Jenesien selbst auf rund 1.000 Metern zu hoch liegt. Angebaut wird dort ganz traditionell Südtiroler Vernatsch im St.-Magdalener-Gebiet, meist mit rund fünf Prozent Anteil Lagrein. „Nur Vernatsch aus dieser Gegend darf dann schlussendlich St. Magdalener heißen“, verrät Maria. Vernatsch, eine beliebte Rebsorte der Region, erlebt derzeit ein kleines Revival: Der Wein ist leicht, trocken, alkoholärmer und besitzt nur wenig Tannine.   

Unterstützung erhalten die Oberkoflers von einem benachbarten Winzer, der das Weingut mitbetreut. Gespritzt wird so wenig wie möglich. Produziert wird ausschließlich das, was später auch abgefüllt und ausgeschenkt wird; zusätzlich entsteht Essig. Auch am Unterwirt-Hof selbst gibt es hausgemachte Spezialitäten wie Würste, Speck, Marmeladen und Sirupe. Einige der Produkte kannst du bereits vor Ort im Hotelshop für zu Hause erwerben. 2027 soll auch ein Produktionsraum beim Unterwirt entstehen, wo du siehst, wie die Produkte hergestellt werden.  

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Weingut vom Hotel Zum Hirschen
© Franziska Unterholzner
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Kunst im Hirschenwirt
© Franziska Unterholzner

Kunst im Hirschenwirt

Seit das Artist-in-Residence-Programm letztes Jahr im Hotel Einzug gehalten hat, gibt’s immer mehr Kunst zu entdecken. Mehrmals im Jahr ziehen Künstlerinnen für eine Woche ins Hotel ein, lassen sich von der Landschaft rund um Jenesien inspirieren – um am Ende ein Werk zu hinterlassen, das eng mit dem Ort verknüpft ist. „Die Künstler*innen bringen etwas ein, das sie hier gefunden haben“, erklärt Maria. So entstand etwa ein zwei Meter langes Panorama, in dem ein Künstler jeden einzelnen Gipfel der umliegenden Berge detailgenau zeichnete – denn er wollte die Bergwelt kurzerhand auch ins Haus holen. Eine andere Künstlerin interviewte Dorfbewohner*innen und verwandelte ihre Antworten in ein grafisches Piktogramm der Jenesien-Highlights.   

Inspiration finden die Kreativen in Kirschbäumen, im Sternenhimmel oder typischen Kulturlandschaftselementen wie Lärchen und traditionellen Spaltenzäunen. Die Kontakte zu den Kunstschaffenden kommen über Schwester Gabriela Oberkofler zustande, die selbst Künstlerin ist und in der Kunstszene vernetzt ist. Für die Gastgeberinnen ist es eine „extreme Bereicherung fürs Haus“. „Ein Gasthaus ist auch eine Kulturstätte“, sagt Maria, „und diese Kultur wollen wir lebendig halten.“ 

Das sind die Stärken des Gasthof Zum Hirschen

Gesundes Essen
Gesundes Essen
Kreislaufwirtschaft
Kreislaufwirtschaft
Regionale Wertschöpfung
Regionale Wertschöpfung

Kontakt &
Buchungsanfragen

 

Piazza Schrann 9c
39050 Jenesien
Südtirol/Italien

 

Gasthof zum Hirschen

27 Zimmer & Suiten
ab 145 Euro pro Person im Doppelzimmer inklusive Frühstück

herrlicher Dolomitenblick vom Hochplateau des Salten

Pocket-Guides mit Wander- und Bozen-Tipps

Gasthof mit Michelin Bib Gourmand

Pool, kleines, feines Spa

eigene Haflingerzucht mit Reitstall

junge Kunst im Haus

Visionär*innen