Wie sieht ein Hotel aus, das man für die Zukunft baut? Im Biohotel Bergzeit im Tannheimer Tal wird diese Frage gerade beantwortet. Mit neuen Zimmern, einem Bergspa mit Infinity-Pool und vielen Ideen, die im Winter 2026/27 Realität werden. Die Überzeugung der Gastgeberfamilie: Guter Urlaub beginnt dort, wo Menschen, Natur und Gastfreundschaft zusammenspielen.
Manche Projekte entstehen auf dem Reißbrett. Andere wachsen über Jahre. Was ursprünglich mit der Idee von zehn zusätzlichen Zimmern begann, wird 2026 zur größten Erweiterung in der Geschichte des Biohotel Bergzeit im kleinen Zöblen. Nach fünf Jahren Planung entstehen 23 neue Zimmer und ein neuer Bergspa mit Finnischer Sauna und Infinity-Pool über den Dächern des Tiroler Hochtals. Und weil es um die Zukunft geht, zeigt das Rendering bereits, wie es im Winter aussehen wird.
Was dich in der nächsten Saison noch erwarten wird: frische Ruhe-, Yoga- und Fitnessräume, eine neue Bar sowie eine Tiefgarage, mit der die Autos künftig unter der Erde verschwinden. „Wir wollen etwas schaffen, wo wir sagen: Dort würde ich selbst gerne Urlaub machen“, sagt Gastgeber Hermann Sammer. Genau dieser Gedanke zieht sich durch das gesamte Projekt.
Biohotel Bergzeit: gemeinsam Träume verwirklichen
Geplant wird alles zu viert, denn das Biohotel Bergzeit ist das Herzensprojekt der Geschwister Hermann und Martina und deren Partner*innen Carina und Michael. Ob das auch mal schwierig ist, zu viert einen Familienbetrieb zu führen? „Nein, tatsächlich gar nicht“, sagt der Hotelier, der genau darin eine der größten Stärken sieht. Entscheidungen müssen nicht allein getragen werden.
Ideen werden gemeinsam entwickelt, geschärft und manchmal auch verworfen. Oder wie er es selbst formuliert: „Wenn es um kreative Ideen geht, denken vier Köpfe anders als einer. So ergibt sich etwas Gutes.“ Vielleicht ist das auch das Geheimnis vieler familiengeführter Hotels. Sie entstehen nicht aus einer einzelnen Vision, sondern aus vielen Blickwinkeln, die am Ende zu einer gemeinsamen Geschichte werden.
Das Biohotel Bergzeit wird erweitert: Ab Winter 26/27 begeistert das Haus mit 23 neuen Zimmern, Infinity-Pool im fünften Stock und erweitertem Wellnessbereich.
Nachhaltig wachsen im Tannheimer Tal
2026 will das Biohotel Bergzeit hoch hinaus. Das sichtbarste Symbol dafür ist der neue 17 Meter lange Infinity-Pool im fünften Stock – zur Hälfte drinnen, zur Hälfte draußen, die Berge zum Greifen nah. „Das wird ein Eye-Catcher“, ist Hermann überzeugt. Doch passt ein Infinity-Pool überhaupt zu einem nachhaltigen Hotel? Für Hermann ist die Antwort klar. „Wir wollen unseren Gästen schönen, komfortablen Urlaub bieten – mit einem ökologischen Aspekt.“
Deshalb wird im Zuge des Umbaus die bisherige Ölheizung durch eine lang herbeigesehnte Pelletsheizung ersetzt. Damit stellt das gesamte Haus nun auf ein ökologisches Heizsystem um, das sich maßgeblich auf den CO2-Ausstoß auswirken wird. „Das hat einen massiven Mehrwert“, ist sich Hermann sicher.
Hotelerweiterung mit natürlichen Materialien
Gleichzeitig setzt das Bergzeit weiterhin auf natürliche Materialien wie Holz und Stoffe, wassersparende Armaturen und einen möglichst ressourcenschonenden Betrieb – insbesondere in den 23 neu entstehenden Zimmern. „Wir wollen nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Wir wollen Vorbild sein und zeigen, wie man Dinge möglichst ökologisch gestalten kann.“
Teil der Wellnesserweiterung sind auch die zusätzliche Finnische Sauna, die neuen Ruheräume, ein Yogaraum, ein Fitnessraum, neue Behandlungsräume und eine Liegewiese für entspannte Stunden.
Bio-Küche im Tiroler Tal
Auch in der zertifizierten Bio-Küche zeigt sich, wie viel Geduld nachhaltige Entwicklung manchmal braucht. Besonders stolz ist Hermann auf ein Produkt, nach dem er lange gesucht hat: Bio-Eier. „Das Thema ist mir immer so am Herzen gelegen.“ Jahrelang suchte das Team nach einem regionalen Bio-Partner. Inzwischen kommen die Eier von einem Bio-Hof im Allgäu.
Bio-Fleisch vom Rind, Kalb, Schaf und Lamm stammt bereits großteils von Partnerbetrieben aus der Region. „Der Rest ist schwierig, da das die Struktur im Tal einfach nicht hergibt. Schweine und Hühner hatten bei uns im Tannheimer Tal schon früher kaum Relevanz.“ Bei Gemüse setzt das Hotel auf Bio-Lieferanten aus dem Allgäu und Bodenseeraum. Nicht alles lässt sich auf 1.100 Metern Höhe direkt vor der Haustür produzieren, aber manchmal braucht es auch einfach etwas Geduld.
Der Traum vom eigenen Bauernhof
So wie bei Hermanns lang gehegtem Traum vom eigenen Bauernhof. Fast wäre der bereits Wirklichkeit geworden. „Wir waren knapp davor, aber der Hotelumbau hatte jetzt erstmal Vorrang. Beide Projekte parallel umzusetzen wäre schwierig. Vorerst bleibt’s noch bei dem Traum, aber Ziele darf man ja haben.“
Daher träumt Hermann vorerst noch vom eigenen Hof mit Hühnern, Schafen, Ziegen und Schweinen. Was er jetzt schon weiß: Es soll kein riesiger Landwirtschaftsbetrieb werden, sondern ein Ort, an dem du als Gast erleben kannst, wo Lebensmittel herkommen und wie Landwirtschaft funktioniert.
Ein Mitarbeiterhaus für das Team
Neben Pool, Spa und neuen Zimmern gibt es noch ein Thema, das für die Zukunft des Hauses mindestens genauso wichtig ist: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der Erweiterung wächst auch das Team. Deshalb hat das Biohotel Bergzeit kürzlich ein eigenes, relativ neues Mitarbeiterhaus im Ort gekauft – fußläufig vom Hotel entfernt.
„Es ist uns wichtig, hier auch einen guten Wohnraum für unsere Mitarbeitenden zu haben“, sagt Hermann. Denn schöne Zimmer für Gäste sind wichtig. Gute Lebensbedingungen für jene Menschen, die den Urlaub erst möglich machen, mindestens genauso.
Tannheimer Tal: Urlaub für jede Jahreszeit
Das Tannheimer Tal ist keine Region der Superlative. Keine riesigen Liftanlagen, kein Overtourism, dafür viel Natur, Weite und Bewegung. „Dadurch, dass wir auf 1.100 Metern liegen und der höchste Berg 2.200 Meter hoch ist, hat man kein drückendes Gefühl“, beschreibt Hermann die Besonderheit seiner Heimat. Als Biohotel sieht er auch die Chance, sich mit einem naturnahen und bewussten Urlaubserlebnis von anderen Betrieben abzuheben.
Gleichzeitig beschäftigt auch die Familie Sammer eine Entwicklung, die viele alpine Regionen betrifft: Schnee wird weniger planbar. Deshalb soll die Zukunft des Hauses nicht von Wetterprognosen oder perfekten Pistenbedingungen abhängen. Die Investitionen in neue Zimmer, Wellness und ganzjährige Angebote sind auch eine Investition in mehr Unabhängigkeit.
Für Hermann ist deshalb klar: „Die Buchungsentscheidung muss beim Hotel liegen – nicht bei der Destination.“ Gäste sollen kommen, weil sie sich im Bergzeit wohlfühlen. Nicht nur, weil gerade genug Schnee liegt. Wer Lust auf Langlaufen hat, soll Langlaufen können. Wer lieber wandert, geht wandern – zu jeder Jahreszeit. Und wer einfach nur Ruhe sucht, findet sie im Tannheimer Tal ohnehin.
Das sind die Stärken des Biohotel Bergzeit
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Katzensteig 48
6677 Zöblen
Biohotel Bergzeit
27 Naturzimmer und -suiten
ab 180 Euro pro Person / Nacht
zertifiziertes Biohotel
gratis Bergbahnen im Sommer
kostenloser Ski- und Wanderbus
fünfgängiges Bio-Abendmenü
Panoramaterrasse
Bio-zertifiziert durch Bio Austria Garantie