Ein Babymoon ist die kleine Auszeit vor dem großen neuen Leben: ausschlafen, durchatmen, Zweisamkeit genießen. Besonders das zweite Trimester eignet sich oft für einen entspannten Urlaub in der Schwangerschaft. So planst du eine besondere Auszeit als Paar.
Wie wird unser Baby heißen?
Wo soll es schlafen? Was ist in Sachen Karenz zu berücksichtigen? Wird dieses kleine Menschlein unser bisheriges Leben völlig auf den Kopf stellen? Für viele werdende Eltern gehört die Schwangerschaft zu den allerschönsten Lebensphasen überhaupt. Sie genießen die Zeit, bevor aus „wir zwei“ ein „wir drei“ wird, in vollen Zügen.
Ganz bewusst und voller Vorfreude malen sie sich die Zukunft als kleine Familie aus. Manchmal arten die Monate bis zur Geburt aber auch in einen Vorbereitungsmarathon aus. Warum also nicht kurz die Stopp-Taste drücken und für ein paar Tage in den Babymoon verabschieden? Es muss ja nicht weit weg gehen. Im Gegenteil. Oft liegt die schönste Auszeit näher, als man denkt: ein ruhiges Hotel in den Alpen, ein Spa mit angenehm temperiertem Wasser, ein Zimmer mit Bergblick, eine Küche, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch guttut.
Wenn du bewusste Auszeiten suchst, findets du bei den Change Maker Hotels kuratierte Häuser in Österreich, Deutschland und Südtirol.
Was ist ein Babymoon?
Schaust du auf Instagram, bekommst du das Gefühl, ein Babymoon ist ein weiterer Pflichttermin auf der Schwangerschafts-Bucket-List. Dabei ist es eher das Gegenteil: ein paar Tage ohne Müssen. Stattdessen: viel Zeit für alles, was guttut. Noch einmal entspannt ausschlafen, in aller Ruhe frühstücken, gemeinsam im warmen Wasser schwimmen und diskutieren, welche Namen vom Baby- bis zum Pensionsalter gut klingen.
Ursprünglich bezeichnete die britische Sozialanthropologin Sheila Kitzinger mit dem Begriff „Babymoon“ die Zeit nach der Geburt, die junge Familien weitgehend alleine verbringen, um eine Bindung zum Neugeborenen herzustellen. Seit seinen Anfängen Ende der 1990er-Jahre hat sich der Babymoon jedoch zu seiner heutigen Bedeutung hin gewandelt. Immer mehr werdende Eltern nutzen inzwischen laut Umfragen das Warten auf ihr Baby für eine solche gemeinsame Auszeit.
Warum kann ein Urlaub vor der Geburt guttun?
Ein voller Akku – ganz gleich, ob in den eigenen vier Wänden, im entspannenden Nass eines Wellnesshotels oder auf duftenden Almwiesen aufgeladen – ist für diese so besondere Lebensphase zweifellos von Vorteil.
Die überwältigenden ersten Momente mit Baby im Arm gleichen oft einer emotionalen Achterbahnfahrt zwischen Oxytocin-Rausch und Babyblues, nahezu übermenschlicher Energie und großer Erschöpfung, grenzenlosem Glück und ebensolchen Selbstzweifeln. Der fremdbestimmte Schlafrhythmus trägt sein Übriges zum emotionalen und körperlichen Ausnahmezustand bei. Gute Gründe also, um zuvor noch einmal ganz ohne generalstabsmäßige Babysitter-Planung als Paar zu verreisen und die exklusive Zweisamkeit zu genießen.
Weshalb ist Prävention der beste Schutz?
Völlig unüberlegt sollte der Urlaub dennoch nicht angetreten werden, empfiehlt Florian Tomaschko, eine von bisher nur rund einer Hand voll männlichen Hebammen in Österreich. „Wenn ich mir vorab Gedanken gemacht habe, kann mich später nichts überraschen. Prävention ist der beste Schutz“, hat der Experte gerne Pläne für alle Eventualitäten parat. Von allgemeinen Verboten hält er hingegen recht wenig, denn „eine schwangere Frau ist an sich eine gesunde Frau“. Die werdende Mama kennt ihre Grenzen selbst am besten.
Was tut gut? Was weniger? „Auf das eigene Gefühl horchen und in den Körper hineinspüren“, empfiehlt die Hebamme. In entspannter, sicherer, naturnaher und bewusst gestalteter Umgebung fernab alltäglicher Verpflichtungen gelingt das erfahrungsgemäß besonders gut.
Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Babymoon?
„Der ideale Moment für den Babymoon ist im Normalfall das zweite Trimester“, so Tomaschko. Die heikle erste Phase der Schwangerschaft ist dann gut überstanden, die Übelkeit meist Geschichte und die nötige Bewegungsfreiheit noch gegeben. „Man bekommt gut Luft, der Bauch ist noch nicht im Weg und die Geburt ist noch ein Stück weit entfernt“, beschreibt er den meist entspanntesten Schwangerschaftsabschnitt.
„Das Leben ist, was passiert, während wir andere Pläne machen“, besagt ein Sprichwort so treffend. Ganz besonders neues Leben folgt nur selten einem exakten Drehbuch. So wird auch aus einem lange geplanten Auslandsaufenthalt bisweilen überraschend ein Babymoon. Geht es Mutter und ungeborenem Kind gut, spricht aus Sicht des Experten prinzipiell nichts gegen Reisen. Die individuelle Situation kann freilich der oder die betreuende Gynäkolog*in sowie Hebamme am besten einschätzen.
Wellness, Wasser, Wandern: Was tut Schwangeren im Urlaub gut?
Auf risikoreiche Expeditionen oder waghalsige Klettertouren in ungesichertes, hochalpines Gelände sollte jedenfalls verzichtet werden. Ebenso auf alle Aktivitäten, die den Kreislauf der werdenden Mama – und somit auch den des Babys – über Gebühr beanspruchen.
Wer in einer Sportart bereits zuvor aktiv war, wird sich mit wachsendem Babybauch dabei ebenso wohlfühlen. Etwa tun Yoga, Schwimmen und gemütliche Wanderungen zumeist auch in der Schwangerschaft gut. „Ich würde aber nicht klettern gehen, Kampfsport betreiben oder mich aufs Pferd setzen“, weist Hebamme Florian Tomaschko auf die erhöhte Sturz- und Verletzungsgefahr hin.
Als besonders angenehm erleben viele Schwangere den fast schwerelosen Aufenthalt im wohltemperierten Wasser. Sie sollten es in Sachen Hitze allerdings nicht übertreiben, rät die Hebamme. Sehr warme Sole- und Schwefelbäder, die die Körpertemperatur ansteigen lassen, gelten als zu viel des Guten. Häufig weisen Hotels und Thermalbäder auch aktiv darauf hin. In jedem Fall wichtig: der Blick auf den eigenen Kreislauf und ausreichendes Trinken.
Checkliste für deinen Babymooon
Entspannt in den Babymoon – das Wichtigste auf einen Blick
An- und Abreise: Ausreichend Wasser trinken, zwischendurch bewegen und bei PKW-Reisen alle ein bis zwei Stunden eine Pause einlegen. Fluglinien befördern Schwangere zumeist bis rund einen Monat vor dem errechneten Geburtstermin ohne ärztliches Attest.
Ernährung: Urlaubsdestinationen mit entsprechender Lebensmittelhygiene sind in der Schwangerschaft besonders wichtig. Auf (halb-)rohes Fleisch, ebensolche Eier, Milchprodukte und Sushi sowie selbstverständlich auf Alkohol verzichten.
Sport: Sportarten, die bereits zuvor ausgeübt wurden, können in einer komplikationslos verlaufenden Schwangerschaft in moderater Intensität weiter betrieben werden. Bei Kampf- und Extremsport sowie sehr sturzgefährdeten Sportarten jedoch während der Schwangerschaft besser eine Pause einlegen.
(Wasser-)Temperatur: Auf angenehme Temperierung und angepasste Verweildauer im Freien bzw. im Wasser achten. Allzu hohe Außen- und Wassertemperaturen lassen auch die Körpertemperatur ansteigen und belasten den Kreislauf von Mutter und Kind.
Gesundheitsversorgung: Regionen mit gutem medizinischen Standard sind die beste Wahl. Idealerweise präventiv informieren, wo sich das nächstgelegene Krankenhaus samt neonatologischer Erstversorgung befindet.
Reisegepäck: Immer mit Eltern-Kind-Pass verreisen.
Versicherung: Eventuell vor Urlaubsantritt über die Rückführungskonditionen des Reiseversicherungsträgers informieren.
Wohin reisen in der Schwangerschaft?
Am besten nah, ruhig und gut angebunden. Die entspannteste Alternative ist es oft, im In- oder benachbarten Ausland zu urlauben. Kein Jetlag. Gewohnte Temperaturen. Hohe Hygiene- und Sicherheitsstandards. Kurze Anreise. Mehr Zeit zum Genießen. Wenn die Familie wächst, verändert sich oft ohnehin der Blick auf das eigene Reiseverhalten. Ein Urlaub in den nahen Alpen hat mit Baby an Bord plötzlich wesentlich mehr Reiz als der exotischste Sehnsuchtsort am anderen Ende der Welt.
Anreise: Bahn, Auto oder Flugzeug?
Bewegungsfreiheit und CO2-Bilanz sprechen für die Anreise per Bahn. Oft ist der eigene PKW dennoch die praktikabelste Wahl. Wichtig: Zwischendurch Pausen einlegen und kurz die Beine vertreten. „Ich empfehle einen kurzen Stopp zumindest alle ein bis zwei Stunden“, so Experte Florian Tomaschko.
Bekanntlich ist der Weg das Ziel und ganz ohne Eile freut es sich am intensivsten auf das nahe Familienglück sowie die noch nähere Auszeit von Alltag und Nestbautrieb: Gemeinsam im Infinity-Pool abtauchen. Vor spektakulärem Gebirgspanorama in aller Ruhe ein Buch lesen. Mit regionaler Spitzenküche nach Strich und Faden verwöhnen lassen.
Lässt sich ein Flug nicht vermeiden, lohnt sich ein Blick auf die Beförderungsbedingungen der jeweiligen Fluggesellschaft. Zumeist dürfen werdende Mütter bis rund einen Monat vor dem errechneten Geburtstermin an Bord. Manche Airlines verlangen aber auch schon in früheren Schwangerschaftswochen ein ärztliches Attest. Langstreckenflüge sieht Hebamme Tomaschko naturgemäß kritischer als kurze Distanzen.
Eltern werden stellt das Leben auf den Kopf
Das Elternwerden macht viele Menschen sensibler für Gesundheit, Umwelt, Ernährung und Orte – auch die Change-Maker-Gründer*innen Petra und Rob. Ihr Sohn Oscar hat sie zum Umdenken bewogen. Statt Flugmeilen sammeln die beiden nun bewusste Momente und nachhaltige Urlaubserinnerungen.
Die beiden wissen: Kinder kriegen verändert nicht nur den Schlafrhythmus, sondern oft auch die Haltung zum Leben, zum Reisen und zur Zukunft.
Und gerade werdende Eltern haben spezielle Bedürfnisse im Hotel:
- Ruhe
- kurze Anreise
- gesunde Küche
- flexible Essenszeiten
- gute Schlafqualität
- natürliche Materialien
- sanfte Bewegung
- Natur statt Animation
- Spa mit Schwangerschaftskompetenz
- Rückzugsorte
Babymoon in den Change Maker Hotels
In Change Maker Hotels finden werdende Eltern klimafreundlichen Luxus und romantische Hideaways für bewusste Zweisamkeit und volle Akkus auf dem Weg ins Familienglück.
Schau dir diese Romantikhotels an:
- Naturresort & Spa Schindelbruch | Südharz, Sachsen-Anhalt
- Hotel Sturm | Mellrichstadt, Bayern
- Hubertus Mountain Refugio | Balderschwang, Bayern
- Fuchsegg Eco Lodge | Egg, Vorarlberg
- Zillertalerhof Alpine Hideaway | Mayrhofen, Tirol
- Hotel Klosterbräu | Seefeld, Tirol
- Waldhof Fuschlsee Resort | Fuschl am See, Salzburg
- Hotel Bergergut | Oberafiesl, Oberösterreich
- Hotel Petrus | Reischach-Bruneck, Südtirol
- Olm Nature Escape | Sand in Taufers, Südtirol
Von der Zwei- zur Dreisamkeit
Obwohl der Babymoon ein vergleichsweise junges Phänomen ist, ist die Idee dahinter nicht ganz neu: Frisch verheiratete Ehepaare starten traditionellerweise mit dem Honeymoon in die gemeinsame Zukunft. Im Grunde also nicht verwunderlich, dass sich auch werdende Eltern immer öfter ein paar Tage bewusste Zweisamkeit abseits des Alltags gönnen. Und dann? Beginnt das Abenteuer Familie und hält täglich neue Überraschungen für sie bereit. Keine Sorge, auch dafür findest du ideale Familienhotels für deine Auszeit mit Kindern.
Raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer: Ein nachhaltiger Familienurlaub verbindet Natur, Achtsamkeit und Komfort – und schafft Erinnerungen, die bleiben. Unsere handverlesenen Familienhotels sind echte Kraftorte für Groß und Klein – mit Kinderclubs, Naturspielplätzen und Gastgeber*innen, die mitdenken.